Laudius Online Campus: Teil 1

Eine Product Vision für digitale Aufbruchstimmung

Tablet mit deutschem Onlinekurs "Life Coaching". Bild: Person hebt Arme. Zu sehen: Lektionen, Trainerinfos, Fortschritt.

Wir haben einem historisch gewachsenen Online-Campus ein zeitgemäßes und nutzerfreundliches Update verpasst. Herausgekommen ist eine Produkt Vision, die für alle beteiligten Stakeholder ein Nordstern bei der anschließenden Realisierung des Projekts ist.

#Productvision #Competitoranalysis #Stakeholder #Brand

 

Thomas zum Impact der Product Vision

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Ausgangslage

Laudius ist mit über 700 Kursen eine etablierte Fernschule in den Niederlanden, Belgien und der DACH-Region. Die bestehende digitale Lernplattform basierte auf einer über Jahre gewachsenen Moodle-Applikation. Diese war jedoch technisch nicht mehr updatefähig und bot keine Grundlage für zukünftige Modernisierung und Entwicklungen.

Challenge & Ziele

Was zu Beginn fehlte, war ein verbindendes Leitbild. Es gab einen klaren Wunsch nach Erneuerung – doch kein konkretes Zielbild. Ideen und Wünsche waren zwar zahlreich, aber über viele Köpfe verteilt und nicht zentral abgestimmt. Statt einer gemeinsamen Vision dominierten kleinteilige Lastenhefte, in denen die Nutzerperspektive und -bedürfnisse kaum eine Rolle spielte.
 

Unser Ziel war es, dieser Ausgangslage mit einer klaren Product Vision zu begegnen die alle internen Stakeholder abholt und gleichzeitig die Nutzerperspektive systematisch integriert.

„Beispiel-Zitat manchmal geschieht Veränderung nicht, weil wir es planen, sondern weil das Leben uns sanft – oder hart – daran erinnert, dass wir gewachsen sind. Und dass das, was uns gestern getragen hat, heute zu klein geworden ist.“

Beispielname Mustermensch, 
Productmanager bei Laudius

Wieso erst eine Vision erarbeiten statt direkt loslegen?

Gerade in frühen Planungs- und Konzeptionsphasen wirken viele Anforderungen abstrakt. Eine klare Product Vision schafft hier Orientierung. Sie gibt dem Projekt Richtung, Fokus und einen emotionalen Ankerpunkt. 

Wenn das einmal geschafft ist, wirkt die Vision wie ein gemeinsamer Nordstern, der eine motivierende Aufbruchsstimmung im gesamten Team entfachen kann.
Wenn dann im Projektverlauf neue Anforderungen auftauchen, Kursanpassungen notwendig werden oder Priorisierungsentscheidungen getroffen werden, kann auf die Product Vision als Grundlage zurückgegriffen werden.

Dafür nutzen wir Design Principles (auf Deutsch: Gestaltungsprinzipien). Das sind grundlegende Werte oder Leitlinien, die dabei helfen, gute und konsistente Produktentscheidungen zu treffen. Sie geben ein gemeinsames Verständnis dafür, wie etwas gestaltet werden soll – unabhängig davon, was genau gestaltet wird.

Unser Weg zu guten Design Principles

Um das Produkt und sein Werteversprechen aus mehreren Blickwinkeln zu verstehen, haben wir drei Methoden zur Analyse aus unserem Koffer geholt:

A | Markenanalyse

Wir haben das bestehende Werteversprechen der Organisation analysiert. Welche Motivationen, Stärken und Schwächen hat die Organisation? Wie wird sie von außen wahrgenommen?

B | Competitor Analysis

Die Analyse von Wettbewerbern deckt Marktchancen und Risiken auf und liefert Impulse zur Produktverbesserung. Durch Benchmarking im Segment digitaler Fernschulangebote können klare Ziele zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit definiert werden.

C | User Needs and Requirements

Welche Pains haben die Kundinnen von Laudius und mit welchem Ziel und Kontext nutzen sie die Plattform? Für die Entwicklung der Vision haben wir sowohl die Perspektive der Studierenden als auch der Lehrenden berücksichtigt, um deren Bedürfnisse, Erwartungen und Herausforderungen gezielt in das Konzept einfließen zu lassen.

Co-Creation Workshop

Für wirksame Ergebnisse war unser Co-Creation-Ansatz entscheidend, bei dem alle relevanten Stakeholder eingebunden wurden. In einem hybriden Workshop mit Vertreter:innen zentraler Unternehmensbereiche haben wir die Ergebnisse der angewandten Methoden ausgewertet und vielfältige Perspektiven zusammengetragen. Auf dieser Basis konnten erste Innovationsansätze geclustert und Entwürfe für die Leitsätze der Produktvision formuliert werden.

Die Product Vision aus drei Teilen

Gemeinsam erarbeiten wir eine tragfähige, inspirierende und gleichzeitig greifbare Vision – als Kompass für alle weiteren Schritte.

1 | Experience Principles Board

Die Grundlage der Product Vision bildet ein Leitsatz, der eine Essenz der verschiedenen Ansprüche ist. Dies wird angereichert durch Kernannahmen und daraus abgeleiteten Design Principles.

2 | Personas

Die gewonnenen Einblicke in die Kundenperspektive wurden in aussagekräftigen Personas gebündelt.

3 | Erster Prototyp

Bilder sagen manchmal mehr als Worte - bei einer Product Vision ist das nicht anders. Basierend auf der Vision entstand ein erster klickbarer Prototyp, der die abstrakten Vorgaben erlebbar macht. Dadurch war es möglich, frühzeitig wertvolles Feedback zur Vision zu sammeln.

Ihr habt ein kniffliges Problem oder ein anstehendes Projekt?

Lasst uns darüber sprechen.

Oliver SchirokStudio Director

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